Wie werde ich Supervisor für die MFA-Laserfortbildung?

Kurz gesagt: Das Musterfortbildungscurriculum der Bundesärztekammer von 2022 legt die Inhalte der MFA-Laserfortbildung fest, nicht aber, wer die Praxisphase betreut. In der MFA-Laserfortbildung von skinskills betreuen supervisionsberechtigte Fachärztinnen und Fachärzte die Hospitation. Dafür brauchen Sie die Facharztanerkennung, die NiSV-Fachkunde, Lasererfahrung und den Supervisorenkurs.

Was regelt das Curriculum der Bundesärztekammer?

Das Musterfortbildungscurriculum „Anwendung von Lasereinrichtungen und intensiven Lichtquellen an der Haut nach § 5 Abs. 1 NiSV“ stammt vom Mai 2022. Es umfasst 48 Unterrichtseinheiten, davon mindestens 8 als strukturierte praktische Übungen. Höchstens 40 Prozent dürfen als angeleitetes eLearning stattfinden.

Je Modul gibt es eine Lernerfolgskontrolle, die Fortbildung ist in höchstens zwei Jahren abzuschließen. Teilnehmen können MFA oder Personen mit vergleichbarer dreijähriger medizinischer Ausbildung. Nach fünf Jahren Vollzeittätigkeit in einer dermatologischen Laserpraxis entfällt Modul 1. Die MFA übernimmt danach delegierbare Aufgaben „nur unter hautärztlicher Aufsicht, Anleitung und Überwachung“.

Wie die praktische Ausbildung organisiert wird und wer sie betreut, lässt das Curriculum offen. Das regelt der jeweilige Kursanbieter. Die Bundesärztekammer empfiehlt, die Fortbildung vorab von der zuständigen Landesärztekammer anerkennen zu lassen.

Wie läuft die Hospitation bei skinskills ab?

In der MFA-Laserfortbildung nach § 5 NiSV hospitieren die Teilnehmenden zwei Tage in einer Praxis. Das sind 14,5 Stunden, davon 9,5 Stunden eigene Tätigkeit unter ärztlicher Aufsicht. Jede praktische Einheit zeichnet die Ärztin oder der Arzt im Hospitationslogbuch ab.

Meist findet die Hospitation beim eigenen Arbeitgeber statt. Voraussetzung ist eine supervisionsberechtigte Ärztin oder ein supervisionsberechtigter Arzt vor Ort. Ohne beide Hospitationstage gibt es kein Zertifikat.

AnforderungSupervisorin / SupervisorPraxis als Durchführungsort
QualifikationFacharzt für Dermatologie oder für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische ChirurgieMindestens ein supervisionsberechtigter Arzt vor Ort
FachkundeNachgewiesene Fachkunde nach § 5 NiSV–
Erfahrung und AusstattungMindestens zwei Jahre regelmäßige Lasertätigkeit an mindestens drei SystemenDrei Lasersysteme, darunter ein ablatives
KursSupervisorenkurs mit Lernerfolgskontrolle–

Welche Voraussetzungen brauchen Sie?

Die Voraussetzungen nennt die Kursseite des Supervisorenkurses:

  • Facharztanerkennung für Haut- und Geschlechtskrankheiten oder für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie,
  • nachgewiesene Fachkunde nach § 5 NiSV,
  • mindestens zwei Jahre regelmäßige eigene Tätigkeit mit Lasereinrichtungen an mindestens drei Systemen; das DDA-Zertifikat „Dermatologische Lasertherapie“ gilt als Nachweis.

Die skinskills Akademie prüft diese Voraussetzungen und stellt die fachliche Eignung fest. Wie Ärztinnen und Ärzte die NiSV-Fachkunde erwerben, erklärt der Ratgeber Welche NiSV-Fachkunde brauchen Ärzte?

Was lernen Sie im Supervisorenkurs?

Der Kurs vermittelt keine klinischen Inhalte. Es geht um die Rolle als Supervisor:

  • Aufbau und Systematik des Curriculums der Bundesärztekammer,
  • Abgrenzung der Verfahren, die dem Arztvorbehalt unterliegen,
  • Führung des Hospitationslogbuchs,
  • Anforderungen an Vor- und Nachbesprechung,
  • Bewertungsmaßstäbe für das Testat,
  • Aufsichtspflicht, Delegationsrecht und Haftung.

Nach dem Abschluss erhalten Sie die Testatberechtigung und den Eintrag in das Supervisorenregister. Beides gilt drei Jahre, danach ist eine Auffrischung mit zwei Unterrichtsstunden nötig.

Aufsicht und Verantwortung

Auch nach der Fortbildung arbeitet die MFA im Rahmen der ärztlichen Delegation. Die Verantwortung bleibt bei der delegierenden Ärztin oder dem delegierenden Arzt. Die Anwendungen nach § 5 Abs. 2 NiSV, etwa ablative Verfahren oder Tattooentfernung, sind bei kosmetischer Indikation approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Häufige Fragen

Muss meine Praxis Supervisor haben, damit die MFA die Fortbildung machen kann?
Nicht zwingend. Die Hospitation kann auch in einer anderen anerkannten Praxis stattfinden. Die Kosten dafür sind nicht im Kurspreis enthalten und können von der Praxis gesondert berechnet werden.

Reicht das DDA-Zertifikat „Dermatologische Lasertherapie“ als Qualifikation?
Es gilt als Nachweis der Lasererfahrung. Facharztanerkennung, NiSV-Fachkunde und Supervisorenkurs sind zusätzlich nötig.

Wie lange gilt die Supervisionsberechtigung?
Drei Jahre. Danach frischen Sie sie mit zwei Unterrichtsstunden auf.

Der Supervisorenkurs MFA-Laserfortbildung umfasst 6 Unterrichtsstunden im eLearning, die Sie frei einteilen. Er schließt mit einer Lernerfolgskontrolle ab und kostet 499 € zzgl. MwSt. je Ärztin oder Arzt.

Zum Supervisorenkurs

Stand: Oktober 2026. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechts- bzw. medizinische Beratung. Quellen: Bundesärztekammer: Musterfortbildungscurriculum Lasereinrichtungen/IPL für MFA (2022), Bundesärztekammer: Kurzporträt des Curriculums, NiSV § 5

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